28. Dolomitenrundfahrt am 14.06.2015 in Lienz (112 km 1870 Höhenmeter)
-Ein Bericht von Nico Bayer & Martin Kühn-


Pünktlich um 09:30 Uhr fiel der Startschuss zur 28. Dolomitenrundfahrt. Da wir beide im Elitefeld starteten, kamen wir ohne große Hektik gleich vorne mit. Die ersten ca. 20 Rennkilometer verliefen flach und so konnten wir ohne Probleme mit ca. 50-70Km/h mitrollen. Nach dem ersten flachen Abschnitt ging dann aber die Post ab. Nicos Wattanzeige schnellte hoch auf 500 Watt. Uns war gleich klar, dass der komplette erste 8km Anstieg mit dieser Leistung hochgeknallt wird. Um in seinen Rhythmus zu kommen, hat Nico die ersten ziehen lassen und ist dennoch mit über 400 Watt hochgeflogen. Martin begnügte sich mit 312w ;) Oben am ersten Berg angekommen fing dann das Unwetter mit Platzregen und Gewitter an was uns für den Rest des Rennens erhalten blieb. Auf Grund der extremen Nässe orientierte man sich besser auf der ersten Abfahrt an den Anderen. Im kleinen Ort Leisach angekommen folgte ein ca. 42 km langer Anstieg, welcher sehr unrhythmisch zu fahren war. Hier traf weiter hinten im Feld Martin auf den Pannenteufel. Das Gewinde der Schaltradschraube riss aus dem Schaltwerkskäfig (Stahl auf Alu) aus und die Kette saugte das Schaltwerk in die Kassette. Zum Glück wurde er von einem Teamfahrzeug im Platzregen mitgenommen. Nun befand sich Nico in einer 10 Mann starken Gruppe, welche sich schnell weiter verkleinerte. Mit drei weiteren Fahrern fuhr er der kleinen Gruppe davon und sie bissen sich die Berge hoch. Bei dem langen Anstieg hatte Nico erkennbar gute Beine und so war er in der Lage mit seinen Mitfahrern ein wenig spielen zu können. Allerdings fuhr er aus taktischen Gründen nicht zu weit weg, da ein ca. 25 km langer und flacher Abschnitt zum Ende des Rennens folgte. So sprachen sie sich ab und veranstalteten ein Mannschaftszeitfahren, da keiner Interesse daran hatte, dass die anderen Fahrer von hinten ran kamen. Ca. 2 Kilometer vor dem Ziel konnte er sich dann nochmals mit einem kleinen Antritt von der Gruppe lösen und in einer wirklich respektablen Zeit von 3Stunden und 5 Minuten über die Ziellinie fahren! Dies bedeutete am Ende einen 47.Platz von über 1200 Teilnehmern. Chapeau!

 

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